morgens verlassen wir das hotelzimmer für immer.
genauso wie wir einander für immer verlassen.
zuvor habe ich dich allein zum frühstück geschickt -
ich brauche das kurze alleinsein, um meiner selbstbeherrschung gut zuzureden.
bei einer zigarette gestatte ich mir ein paar tränen.
dann dusche ich, entledige mich meiner nacktheit und unserer lust.
mit jedem kleidungsstück ziehe ich die selbstbeherrschung an, die ich brauchen werde, um das alles gut zu überstehen.
wir verlassen das hotelzimmer für immer.
genauso wie wir einander für immer verlassen.
ich gehe sehr aufrecht.
nicht hastig.
morgen schon werde ich deine scham sein,
verbannt an den ort, den gedanken nie streifen,
verbannt an den ort, wo die schuldgefühle sitzen und kreischend lachen.
dahin will ich zumindest in würde gehen.
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