Sonntag, 30. Juli 2017

making love versus having sex

was ich erwartete, waren spiele.
diese erotischen, prickelnden machtspiele, die wir vor jahren miteinander spielten, hinter denen wir unsere unfähigkeit zu lieben, versteckten und die doch ihren wahren kern hatten, der uns verband und zugleich zwischen uns stand.
ich führte, du folgtest.
bis ich dir gestattete, selbst stark zu sein.
du warst ein gelehriger schüler in etwas, das für mich selbst neuland war.
wir spielten ein spiel, das uns erlaubte, schwach zu sein, und das uns doch stärker machte, das uns eine kraft zurückgab, die die liebe uns genommen hatte.
das war unser geschenk an einander.
auch liebe.
auch wenn ich das zunächst nicht so sah.

diese spiele erwartete ich wieder.
du warst bemüht, diese erwartung zu erfüllen.
doch dann brachst du ein.
warst mir plötzlich ganz nah.
ich weiß noch, dass ich mich fragte, woher du plötzlich die kraft und den mut dazu hattest.
während ich auf dir saß.
während du dich langsam und leidenschaftlich in mich bohrtest.
mich zärtlich küssend.
mich wild liebend.
LIEBEND.
so überraschend wie so GANZ und so GAR.

du führtest, ich folgte.
in etwas, das für mich mit dir neuland war.
während wir miteinander verschmolzen, hast du mich keuchend gefragt:
das ist es doch, was dir solche angst macht, oder?
und meine augen sagten zögernd ja.


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