allein und benommen steige ich aus der u-bahn.
ich frage mich nicht, wo du jetzt bist.
für immer weg genügt als antwort.
auf dem weg zur rolltreppe spiele ich mit mir ein spiel:
auf jede bodenfliese darf ich nur einmal treten.
genau in die mitte und nicht auf ihren rand.
das erste quadrat, in das ich meinen fuß setze, sagt:
für die erkenntnis - zu spät!
das zweite: für die liebe - zu spät!
das dritte: fürs kennenlernen - zu spät!
das vierte: fürs liebemachen - zu spät!
das fünfte: fürs für-immer-in-seinen-armen-bleiben-wollen - zu spät!
das sechste: zu spät!
das siebente: zu spät!
das achte: zu spät!
das letzte: für alles, für alles - zu spät!
ich betrete die rolltreppe und drehe mich nicht mehr um.
in wahrheit hatte ich nie eine chance.
für alles WAR es zu früh und IST es zu spät.
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