Sonntag, 30. Juli 2017

a.

dass a.  mir in dieser nacht aus einem einsamen haus sein ganzes begehren schreibt, ist der einzige schutz, den ich habe vor der selbstverständlichkeit, mit der du von IHR erzählst, als würde es UNS BEIDE in diesem moment nicht geben.
das zarte in mir, das, während wir miteinander schliefen, wie eine grausame stechende blume wiederaufgeblüht ist, dort, wo einmal mein herz war, versuche ich damit zu schützen, dass ich dir diese nachrichten vorlese.
du lächelst frivol und schlägst mir vor, ihm zu sagen, dass ich gerade mit dir im bett bin.
nur eine kleine unsicherheit in deinen augen verrät mir, dass dieser vorschlag nicht ganz uneigennützig ist.
als ich zuhause bin, tu ich es trotzdem.
nicht weil du es mir vorgeschlagen hast - kein mensch ist für mich spielfigur in einem frivolen spiel.
sondern weil ich nicht sein will wie du.
a. reagiert verletzt und mit verhaltenem zorn.
dann sagt er mir, dass er mich übermorgen ficken wird.
dass er mir die seele aus dem leib ficken wird.
wortlos lege ich auf und blockiere ihn.
was er mich lehren will, hast du mir schon beigebracht.

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