sie verbringt ein ruhiges wochenende.
sie ist ganz allein und liest viel.
es geht ihr gut.
nur manchmal kommt der schmerz,
den sie wegraucht
und manchmal ein wenig wegweint.
bis es wieder geht.
abends ruft a. an und erzählt ihr lächelnd,
dass er mit seinem freund gesprochen habe
und dieser sich auf sie freut.
und ein heißer schreck durchfährt sie,
weil bisher alles so theoretisch war
wie ein entfernter traum.
aber nun ist es konkret
und sie weiß:
es wird geschehn.
als sie am nächsten morgen erwacht,
ist auf ihrem handy eine frühmorgendliche nachricht von t.
eine von vielen aus den letzten jahren,
mit denen er sich mit einem bild seiner momentanen umgebung
und einem kuss, der nichts bedeutet,
alle paar wochen in erinnerung ruft.
was sie sonst verärgert, rührt sie heute.
es rückt ihr den kopf zurecht, wer sie ist.
dass sie es nicht nötig hat,
gegen ein ende anzuschreiben,
mit dem nur sie sich nicht abfinden mag.
zwei männer,
an denen ihrem herzen kaum etwas liegt
zerren sie wohlwollend weg
von dem, was war.
sie begreift,
dass es zeit ist,
loszulassen,
was sie unglücklich macht
und weiterzugehn
in das, was sein wird.
NICHTS hält sie zurück
und das ist zeichen genug.
das leben geht immer weiter,
irgendwie.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen