Dienstag, 29. August 2017

goodbye

someone else

mein herz beruhigt sich,
denn es weiß, dass das, was für mich bestimmt ist,
mich niemals verfehlt
und das, was mich verfehlt,
niemals für mich bestimmt war ...

Montag, 7. August 2017

epilog

ich lese montauk.
satz für satz bemühe ich mich,
nicht dich
in das erzählte hineinzulesen,
sondern einfach nur den alternden frisch (mit der jungen alice)
heraus.
es gelingt mir nur mangelhaft.

ich lese frisch als
einen leeren mann,
desillusioniert und zuweilen voller geschwätzigkeit
und selbstmitleid
in der rückschau seines lebens.
schmerzhaft oft seine resignation.
was er an alice am meisten mag,
ist die distanz, die sie hält.
ihre anspruchslosigkeit, die der eines kindes gleicht.
I'm hungry.
I'm sleepy.
I'm feeling well.

satz für satz muss ich mich ermahnen,
nicht dich in manchen sätzen zu sehn.

am ende ist mir trotzdem
vieles klar.
vor allem eines:
ich hätte dich bis zum wahnsinn lieben können,
es wäre dir nicht gelungen,
mich zurückzulieben.

Sonntag, 6. August 2017

***** the end *****

letting go

sie verbringt ein ruhiges wochenende.
sie ist ganz allein und liest viel.
es geht ihr gut.
nur manchmal kommt der schmerz,
den sie wegraucht
und manchmal ein wenig wegweint.
bis es wieder geht.

abends ruft a. an und erzählt ihr lächelnd,
dass er mit seinem freund gesprochen habe
und dieser sich auf sie freut.
und ein heißer schreck durchfährt sie,
weil bisher alles so theoretisch war
wie ein entfernter traum.
aber nun ist es konkret
und sie weiß:
es wird geschehn.

als sie am nächsten morgen erwacht,
ist auf ihrem handy eine frühmorgendliche nachricht von t.
eine von vielen aus den letzten jahren,
mit denen er sich mit einem bild seiner momentanen umgebung
und einem kuss, der nichts bedeutet,
alle paar wochen in erinnerung ruft.

was sie sonst verärgert, rührt sie heute.
es rückt ihr den kopf zurecht, wer sie ist.
dass sie es nicht nötig hat,
gegen ein ende anzuschreiben,
mit dem nur sie  sich nicht abfinden mag.

zwei männer,
an denen ihrem herzen kaum etwas liegt
zerren sie wohlwollend weg
von dem, was war.
sie begreift,
dass es zeit ist,
loszulassen,
was sie unglücklich macht
und weiterzugehn
in das, was sein wird.
NICHTS hält sie zurück
und das ist zeichen genug.

das leben geht immer weiter,
irgendwie.

Samstag, 5. August 2017

tell me lies

ich habe GELOGEN,
als ich dir schrieb,
dass du von nun an
nicht mehr WICHTIG bist.
ich will es.
aber die WAHRHEIT ist es NOCH nicht.

vielleicht hast du die WAHRHEIT gesagt,
als du schriebst,
dass du mich von nun an
nur noch
zum ab-und-zu-ficken willst.

ich glaube aber nicht.

jealousy

ich hätte a. nicht alleine zum einsamen haus fahren lassen sollen.
jetzt sitze ich da und der gedanke, dass du sie jetzt,
in diesem augenblick,
genauso von sinnen wie mich ficken könntest,
macht mich wahnsinnig.

aber dann fällt mir ein,
dass männer wie du anders sind.
jemand, den sie lieben,
wagen sie niemals
so herzhaft,
so frei,
so hemmungslos
zu ficken wie eine frau
wie mich ....

without love

leben ohne liebe fällt mir nicht schwer.
mein glück ist nicht abhängig davon, dass ein mann mich liebt.
auf eigenen beinen stehen,
in einklang mit meinen wünschen leben,
niemandem rechenschaft ablegen müssen,
aufregende sexuelle begegnungen haben,
FREI sein, zu tun, was ich will -
all das sind dinge, die in meinem leben
ebenso beglückend sind.

die sehnsucht, daneben auch eine dauerhafte, intensive und ausschließliche
intime beziehung zu leben
ist da.
nur gibt es nicht viele männer, mit denen ich mir vorstellen könnte,
mich in all meiner unabhängigkeit
auch der liebe hinzugeben.
und noch viel weniger männer,
die stark genug wären,
mir meine unabhängigkeit in der liebe zu gewähren.

same, same, but different

er bewundert sie, sagt a.,
dass sie sex -
obwohl sie single ist -
so genießt.
und sie würde ihn gerne fragen,
ob es seiner ansicht nach
ein größerer genuss ist,
wenn man dabei, wie er, betrügt.

Freitag, 4. August 2017

dark secret

ich gebe zu, dass ich enttäuscht bin.
nach dieser nacht hätte ich nichts lieber getan, als unsere beziehung wieder aufgenommen.
alle paar wochen ein wochenende mit ihm.
wahnsinnig toller sex.
mit ihm ausgehn.
ihm meine stadt zeigen.
(und vielleicht auch seine endlich ein bisschen kennenlernen)
wunderbare gespräche.
dazwischen herzklopfen und sehnsucht.
so hätte ich mir das gewünscht.
sein vorschlag, es ab und zu hinter ihrem rücken zu tun, kommt für mich nicht infrage und ist so empörend, dass ich ihn dafür am liebsten ins gesicht schlagen würde.
wir werden uns also wirklich nie wieder sehen.


ich versuche mich von dieser enttäuschung mit a. abzulenken.
er bettelt um sex.
aber ich bleibe hart.
werde es erst nächste woche mit ihm tun.
es ist ein spiel.

nach unserem vorspiel am fluss setzen wir unsere erotische konversation fort.
wir sprechen über fantasien, die wir haben.
sexuelle abenteuer, die wir noch gern erleben wollen.
ich erzähle ihm davon, dass ich es gerne einmal mit zwei männern machen würde.
und er sagt: wenn du das willst, dann machen wir das.
so einfach.

erst bin ich überrumpelt.
doch dann plötzlich weiß ich:
ja, ich will es.
ich tu es.
er hat einen freund, mit dem er sowas schon mal gemacht hat.
ich wäre also in guten händen bei dieser erfahrung,
bei meinem ERSTEN MAL.
ich hab keine beziehung und nichts hält mich ab.
und ich tue es auch nicht, weil ich mich an ihm rächen will.
ich tue es ganz allein für mich.
einfach als sinnliches abenteuer.
und um eine weitere dimension meiner sexualität zu erforschen.


und bei allem weiß ich:
DAS ist NUR sex.

unsere nacht war es nicht.



black

es war nur sex, hat er mir gesagt.
also war das, was ich zwischen uns fühlte, nichts anderes als einbildung.
zum besseren verständnis habe ich nun also alle meine hirngespinste im text schwarz "markiert".

unverzeihlich

das einzige, das bleibt, ist, dass ich es unverzeihlich von mir finde,
mich mit so viel gefühl auf diese nacht eingelassen zu haben.
das war nicht von anfang an so.
als wir uns trafen, war ich vor allem noch sehr cool,
wild entschlossen, für mich sexuell alles mitzunehmen,
was man mitnehmen kann.

nach unserem ersten mal bröckelte meine fassade.
da war etwas, das mich umwarf.
und es war nicht sexuell.

irgendwann gab mein herz seinen widerstand auf.
und das fiel mir weißgott nicht leicht.
das herz, das herz -
wie töricht es ist.

ICH war SO töricht.
einem mann, der mir schon einmal wehgetan hatte, SO SEHR mein herz zu öffnen...
mein gefühl kapitulierte langsam und zögernd.
ABER es KAPITULIERTE.
wie töricht, wie töricht von mir!


was bleibt, ist das wissen, dass mir das nie wieder passiert.
in die affäre mit a. gehe ich mit panzergranaten
und bis auf die zähne bewaffnet.
what IS sex, STAYS sex
within the LIMITS of sex.
und kein schritt mehr darüber hinaus...


genuss muss trotzdem sein.



Donnerstag, 3. August 2017

entzauberung

vielleicht - und dieser gedanke kommt mir jetzt gerade zum allerersten mal - habe ich zu viel erotik in dich hineininterpretiert und sie dann aus dir herausgeliebt.
vielleicht bist du - abgesehen natürlich von deinen anatomischen vorzügen - auch nur ein mann wie jeder andere. ein bündel aus ängsten, lügen, geilheit und allmachtsfantasien.
vielleicht war diese nacht auch nur schrecklich banal.
was ICH bin, wirst DU jedenfalls niemals wissen.
niemals begreifen.
wie schade für dich...

what she can have - and what she can't

what she can have:

es ist so unerträglich heiß, als sie sich treffen.
sie trägt nur ein fähnchen von kleid und darunter nichts.
SHE IS SEX.
er wählt eine strandbar am fluss.
mit palmen und liegestühlen und nackten füßen im sand.
sie sitzen nebeneinander und reden.
dass sich ihre politischen ansichten decken, freut sie.
er sagt kluge dinge und sie antwortet kluge dinge.
und nimmt zur kenntnis, dass ihn nicht sehr zu interessieren scheint, was sie sagt.
was er von ihr will, ist etwas anderes.
kluges im kopf braucht man dazu nicht.
er zeigt es ihr, als er sich zu ihr beugt und sie küsst.
und er küsst gut.
später sitzen sie nebeneinander am ufer des flusses mit einer flasche wein im gras.
es ist dunkel und sie sind allein.
nur von der strandbar wehen stimmen und lachen her.
er raucht einen joint.
den er ihr manchmal in einer intimen und sehr sexy geste zwischen die lippen hält.
sie zieht daran, doch sie spürt keinen rausch.
sie küssen sich verlangend und atemlos.
er legt ihre hand keuchend auf den schritt seiner jeans:
sieh mal, was du mit mir machst.
sie spürt dich noch im mund.
deshalb knöpft sie seine jeans auf und beugt sich über seinen schwanz.
er ist schön und steinhart.
sie nimmt ihn in genau diesen mund und er stöhnt auf.
er ist leicht zu blasen.
überlässt sich ihr ganz.
irgendetwas fehlt ihr.
irgendein rausch.
und ein wille, der da ist und sich gegen ihren stellt.
und die hand, die ihren kopf hält und ihn führt.
und etwas in ihrer kehle.
und etwas in ihrem herzen.
sie bringt es zuende, doch sie spürt keinen rausch.
er will sie am wochenende im einsamen haus nehmen.
endlich ganz.
sie präsentiert eine freundliche ausrede und schiebt auf.
irgendwann wird sie es ihm natürlich erlauben.
sie will es.
und ist ja allein und kann tun, was sie will.
aber nicht in diesem zustand, in dem sie jetzt ist.
nicht, während sie etwas ganz anderes aus vollstem herzen vermisst.


what she can't have:

begehren, das schmerzt.
es ist wie ein rausch.
ganz ohne joint.
der duft, deiner haut.
küsse, die mehr sind als gut.
dein herrlicher schwanz in meinem mund.
ich hier und du da.
verschmolzen in verlangen.
in gesprächen, die mich ebenso herausfordern, wie der sex mit dir.
gegensätze und spannung,
mal schneidend und zum zerreißen, mal gelassen entspannt.
dein schwanz in meiner hand.
steinhart und sanft zugleich.
der klang deiner stimme.
unser lachen, das hier und dort verbindet.
deine fragen, über die ich lange nachdenken muss, bevor ich sie beantworte.
sex with the brain.
sex with the soul.
dein schwanz in meiner möse.
beide wie maßgeschneidert für einander.
seine stöße, die tief in mir etwas zum klingen bringen, das mich verrückt macht.
ein rausch ohne joint.
meine sätze, die dich erstaunen, provozieren.
die ruhige aufmerksamkeit, mit der du mir zuhörst....
deine klugheit, die soooooooo sexy ist.....
wortlose gespräche mit körpern, die sich ganz und gar wollen.
arme, die mich halten.
diese stelle an deinem hals, in die mein gesicht nach der ekstase so gut passt.
dein körper und mein körper.
dein wille und mein wille.
in einem ringenden, erbitterten kampf.
in einer unendlichen umarmung.
gänsehautnähe.
und trotzdem du und ich,
ein rausch.
mein joint, das bist du.
dein joint, das bin ich.

welche streiche einem die einbildung zuweilen spielt, haha....
ALLES.
sie kann ALLES haben, was sie will.

Mittwoch, 2. August 2017

leichter

warum können wir beide nicht einfach MIES miteinander vögeln?
ziemlich geiler sex war das...

Dienstag, 1. August 2017

the end: die antwort auf zersauste fragen



sie war das leibhaftige chaos der liebe,
sie war die unerklärte, das ende der liebe,
sie war meine nahrung, meine schwester, mein kind,
meine wollust, meine freiheit, meine zucht.
sie war ungnädig wie leben und tod
und so labend wie trockener weißer wein.

(h. phelps putnam)

looking forward

was er sich von ihr wünscht, kann sie ihm noch nicht erfüllen.
dass sie keinen unendlichen schmerz fühlt und ihm so keine schuldgefühle macht.
dass sie sich endlich und unendlich vernünftig in jemand anderen verliebt.
aber sie bemüht sich.

trotz der blockierung findet a. einen weg, sich mit ihr in verbindung zu setzen.
er will sie heute abend treffen.
sie nicht vögeln.
nur reden und trinken und erfahren, wer sie ist und was ihn so an ihr fasziniert.
sie wird es tun.

und am wochenende, wenn der mann, den sie liebt, seine wahre liebe trifft,
wird er sie vielleicht in dieses einsame haus bringen, sie werden wein trinken und weiterreden und miteinander schlafen im freien, im haus, überall, wo sie wollen.

sie wird sich nicht verlieben, aber, dass er bei ihr ist, dass er sie nicht allein lässt, das wird sie ihm danken mit all ihrer sinnlichkeit und leidenschaft, das hat er verdient.

er wird sie nicht um den verstand ficken voll zorn,
das lässt sie nicht zu und dazu hat er kein recht.

sie werden einfach nur einen schönen tag verbringen.
als zeichen, dass das leben trotzdem weitergeht.
auch wenn etwas für immer gestorben ist.