Samstag, 21. Dezember 2019

idiot

ich bin so ein idiot.
ich habe dich wiedergetroffen.
nicht real sondern online.
die initiative ging von mir aus.
sexuell übst du nicht die geringste anziehung mehr auf mich aus.
aber ich wollte mich mit dir anfreunden, um auch mit diesem scheitern meinerseits meinen frieden schließen zu können.
wir treffen uns auf twitter.
und was ich sehe, ist mir nicht sehr sympatisch.
es sind noch immer die gleichen aussprüche und zitate wie vor 20 jahren, um die du dich auch heute noch im kreis drehst.
vieles wirkt besserwisserisch und oberlehrerhaft auf mich.
und: ich sehe zu, wie ein fast 60-jähriger mann um ein 24-jähriges mädchen herumschawenzelt.
und es ekelt mich.
schnell machst du mir klar, dass dir an einer freundschaft mit mir nichts liegt.
kluge diskussionen wehrst du ab und du hältst mich mit unpersönlichen antworten auf distanz.
danke für deine rückmeldung.
wozu einer freundschaft hinterherdackeln, die so offensichtlich nicht erwidert wird?
ich mag dich nicht einmal mehr wirklich leiden.
ich drehe das ganze ab.
so werde ich meinen frieden nicht finden.
was für idioten wir doch beide waren.
ich noch mehr als du.
uns verbindet rein gar nichts mehr.




Sonntag, 30. Juni 2019

only sex

ich mag sex, weil ich meinen körper mag.
ich mag es, wie er sich anfühlt, wenn ich sex habe.
er ist dann sehnig und kraftvoll,
gespannt und entspannt zugleich
und durch und durch lebendig.

sex mit dir mag ich besonders.
nicht weil du - wie du glaubst - der tollste liebhaber der welt bist.
sondern weil ich spüre, dass du, wenn wir sex haben, das gleiche fühlst wie ich.
du spürst meine ungeheure kraft ebenso wie meine zerbrechlichkeit.
du spürst meinen harten willen ebenso wie meine nachgiebigkeit.
meine raserei und mein toben.
meine sehnsucht und meinen schmerz.
den genuss und den trost, dich zu spüren.
auf meiner haut und tief in mir drin.
du machst, dass ich mich ungeheuer stark fühle,
wenn wir miteinander schlafen.
du magst diese kraft
und magst auch meine schwäche und spürst, wenn ich es brauche,
schwach zu sein.
sex mit dir ist etwas zutiefst gesundes,
voll leben und begehren und atemlosigkeit.
und alles, was du instinktiv an mir erspürst,
spüre ich genauso bei dir.
ich spüre, wenn du es brauchst, stark zu sein
und ermuntere dich wortlos zu dieser kraft.
aber ebenso spüre ich deine zerbrechlichkeit.
ich spüre deinen harten willen ebenso wie deine nachgiebigkeit.
deine raserei und dein toben,
deine sehnsucht und deinen schmerz.
wir fühlen genau das gleiche.

DAS ist der grund, warum ich sex mit dir am allerliebsten mag.

(oder doch. wenn ich darüber nachdenke, WARST du ein guter liebhaber.
weil all das einen guten liebhaber ausmacht.)

Sonntag, 18. März 2018

hurt

der schmerz macht mich in manchen momenten fast wahnsinnig.
nicht während der woche, wo ich durch die arbeit abgelenkt bin.
nicht in den momenten, in denen ich mit freunden zusammen bin.
wenn ich allein bin, schleicht er sich an und bringt mich fast um.
das risiko,mit einem mann zu schlafen, kann ich deshalb nicht mehr eingehen.
es ist zuende.

Dienstag, 6. Februar 2018

conclusio

nun ist ein halbes jahr vorüber, und ich habe in diesem halben jahr kaum an dich gedacht.
nur heute bricht plötzlich der schmerz auf und ich weiß nicht warum.
ich denke an deine verflechtungen und es ekelt mich davor.
ich sehe noch einmal ihr gesicht vor mir, das du mir auf dem handy gezeigt hast, und auch davor ekelt mich. dieses gesicht, das du mir vorgezogen hast und das in meiner erinnerung nur eine hässliche fratze ist, aber das muss vermutlich so sein.
ich ekle mich vor dir, deinen festen lebensgewohnheiten, an denen du dich festhalten musst und die nächte, die alles verändern können, nicht vorsehen.
ich ekle mich vor der erinnerung, mit dir liebe zu machen.
und vor der leichtigkeit, mit der du mich schließlich zerstört hast.
und auch davor, dass ich es zugelassen habe.
ich wäre stolzer auf mich, wenn ich in deinen armen nicht so viel gefühlt hätte.
ich wäre stolzer auf mich, wenn ich nicht zu kompromissen, die der lust geschuldet waren, bereit gewesen wäre. aber auch dazu warst du zu feige.
es wäre mir lieber, wenn nicht du es gewesen wärst, der mir die wahrheit so schonungslos gezeigt hat.
die wahrheit ist, dass ich damals noch fähig war, zu lieben. sonst hättest du mich nicht so verletzen können.
die wahrheit ist, dass ich es jetzt nicht mehr bin, dass ich nichts mehr fühle und du das gemacht hast.
die wahrheit ist, dass ich damals zum letzten mal etwas gefühlt habe und dass ich nie wieder einem mann erlauben werde, mich zu berühren.
die wahrheit ist, dass ich es besser habe, wenn ich alleine bleibe.
ja, viel besser.
wenn man bedenkt, dass das die alternative wäre, was menschen wie du unter liebe verstehen.
es ist vorbei.
ich bin endlich in sicherheit vor den verwüstungen, die die liebe hinterlässt.

Freitag, 8. September 2017

feeling nothing

dass du weißt, was ich für dich empfinde und mich trotzdem weiterhin für sex benutzen würdest,
zeigt mir, dass ich dir nicht das geringste bedeute.
warum aber war dann in unserer gemeinsamen nacht so viel gefühl abseits von wahnsinniger sexueller lust aufeinander zwischen uns?
habe ich mir das eingebildet?
haben meine sensiblen antennen, die in den beiden nächten mit a.  so zuverlässig funktionierten, bei dir versagt?
ich komme auf keinen grünen zweig.
ich kann nicht anders, ich MUSS dich fragen.
deine antwort ist gestammel, das an überheblichkeit nicht zu überbieten ist.
du erklärst mir, dass sex eine komplexe sache ist.
dass du sexuell gesehen schon etwas für mich empfunden hast.
dass es GEGENSEITIG war.
und dass du mit treue ein problem hast.
dass du einfach nicht treu sein KANNST.
DU.
ausgerechnet DU.
als wärst du der tollste hecht auf erden.
es fällt mir wie schuppen von den augen:
wie feige du bist.
wie verlogen.
wie du mit gefühlen spielst.
mit den gefühlen von zwei frauen, die dir wahrscheinlich beide in jeder hinsicht haushoch überlegen sind.
wie kalt du bist.
was für ein riesiges problem du hast.
eine riesige emotionale störung.
eine absolute unfähigkeit, dich zu binden und verantwortung zu übernehmen.
wie giftig du für mein selbstvertrauen bist.
wie krank.
und mit einem mal ist da nur noch verachtung in mir für dich.
von dem liebenswerten, klugen mann, der du für mich warst, bleibt realistisch gesehen und nach abzug aller minuspunkte der letzten wochen nur noch ein ziemlich armseliger, charakterloser wurm.

und die erkenntnis:
diese nacht war ein fehler.
sie hätte niemals passieren dürfen.
und wird auch nie wieder passieren.

lie to me

später schreibt er mir:
auch diese nacht mit dir war wunderschön.
ich antworte:
ja, für mich auch.
dann warte ich ein paar minuten.
bevor ich seine nummer auf meinem handy blockiere...

fuck me

wir tun es in der wohnung seines freundes.
er zieht mich aus wie man ein geschenk auspackt.
dann dreht er mich um und nimmt mich hart von hinten.
die unmittelbarkeit und selbstverständlichkeit, mit der er das tut, erregt mich.
irgendwann steckt er mir seinen schwanz plötzlich statt in die möse in den arsch und fickt mich hart weiter, als er merkt, dass es mir gefällt und nicht wehtut.
dann kommt er gewaltig in meinem arsch und die hitze seines saftes breitet sich in mir aus.
ich mag es, bin aber nicht gekommen, als er von mir ablässt und sich zur seite rollt.
dann atmet er aber bloß ein paarmal durch und beginnt mich zu küssen.
nur minuten später ist er schon wieder steinhart und bohrt sich in mich.
fickt mich wie der teufel.
mein orgasmus kommt schnell und überraschend.
ich versäume die köstliche vorfreude auf ihn.
danach liegen wir schnaufend nebeneinander.
er spielt mit meinem haar.
ich berühre ihn nicht.
er ist ein fremder.
sonst nichts.
ich sehe mich in der junggesellenwohnung des freundes um.
wir reden ein bisschen.
später bekomme ich nochmal lust auf ihn.
ich rutsche hinunter und beginne, seinen schwanz zu lutschen.
hingebungsvoll knie ich zwischen seinen beinen und strecke den arsch in die luft, während ich ihn blase.
das nächste mal, sagt er stöhnend, wird s. dich genau in dieser stellung von hinten ficken, wenn du mich leckst, und ich werde zuschauen und dann in deinem mund kommen und du wirst alles schlucken.
komm, sagt er dann, ich will nochmal in deinen arsch.
ich strecke ihn ihm schamlos entgegen und er dringt in meine enge ein.
fickt mich, bis wir beide kommen.
ich liebe das gefühl, wenn sich seine hitze in meinem arsch ausbreitet.
danach liegen wir ineinander verschlungen und er erzählt mir - von seiner frau.
und ich denke: bitte nicht schon wieder.
ich stehe auf, gehe ins bad, um mich zu reinigen und ziehe mich an.
ich muss los, sage ich.
er nimmt mich nochmal in die arme und zieht sich auch an.
wir verlassen die wohnung und sagen uns mit einem kuss an der straßenkreuzung gute nacht, obwohl schon der morgen graut, bevor wir in entgegengesetzte richtungen davongehen.
in der straßenbahn, auf der heimfahrt, fühle ich mich leer.
immer wieder muss ich an das hotelzimmer denken und an dich, wie du deinen schwanz tief in mich bohrst, während ich dich erschöpft reite und nicht aufhören kann.
in der wohnung suche ich bei deinem blog zuflucht und bemerke, dass du etwas neues geschrieben hast.
dass du in meine stadt kommen willst, um mich zu ficken.
es geht nicht um liebe.
es geht nicht um dieses verschmelzen, das ich damals mit dir im hotelzimmer gefühlt habe.
es geht nicht um meine gefühle für dich.
es geht ums ficken.
ums benutzen.
und ums wegwerfen.
warum verliebe ich mich immer in arschlöcher, denke ich.